Auge in Auge mit der Gefahr

Tagtäglich werden wir mit einer Fülle an Gefahren konfrontiert und oft bemerken wir dies nicht einmal - Selbst die Signale erkennen wir nur schwer. Farbige Flüssigkeiten werden kaum als Warnung angesehen. Blinkende Lichter bei elektronischen Geräten gehören zu der Funktionalität dazu, ohne dabei an Störungen zu denken. Und Hornsignale hört man kaum durch die Musik der Kopfhörer.
In einer Medienmitteilung der Sammelstelle für die Statistik der Unfallversicherung UVG schrieb diese: „Zwar ist die Zahl der Berufsunfälle weiter gesunken, dafür gab es mehr Freizeitunfälle (•••). Insgesamt haben die Unfälle 2015 um 1,6 Prozent zugenommen.“Die Berufsunfälle sind seit mehreren Jahren rückläufig. Die Betriebe in der Schweiz nehmen ihre Verantwortung wahr.
In der Merian Iselin Klinik steht im Sicherheitskonzept: Das Ziel ist der Schutz von Leben, Gesundheit und Eigentum aller Menschen in der Klinik. Durch Erkennen der Bedrohung und deren Auswirkungen können vorbeugende und abwehrende Massnahmen getroffen und die Auswirkungen von Ereignissen auf ein Minimum reduziert werden.
Es geht dabei immer um ein Zusammenspiel aus Prävention und Intervention. Wobei der Schwerpunkt auf die Prävention gelegt ist – der Schaden soll gar nicht erst entstehen, sondern die Gefahr frühzeitig erkannt und Massnahmen ergriffen werden.
Dabei bedient man sich dem Präventionsgrundsatz STOP. Dieser steht für

S = Substitution
T = Technische Massnahmen
O = Organisatorische Massnahmen
P = Personelle Massnahmen

Und in gleicher Reihenfolge wie die Buchstaben werden Präventionsmassnahmen ergriffen. Die Gefahrenquellen sollten bereits mit technischen oder organisatorischen Massnahmen möglichst minimiert werden. Die personellen Massnahmen kommen immer zuletzt. In Form von Schulungen oder Schutzausrüstung werden diese umgesetzt. Doch um was geht es bei der Substitution? Dies ist der erste und auch wichtigste Punkt der Präventionsgrundsätze. Substitution steht für Alternative – oft ist es möglich, Produkte oder Geräte durch eine weniger gefährliche oder gar harmlose Ausführung zu ersetzen, welche den gleichen Nutzen für die Sache bringt. Insbesondere beim Umgang mit chemischen Produkten ist dies der Fall. Ein kleines Beispiel: Für die Reinigung gibt es sehr starke Mittel, oft haben diese auch einen beissenden Geruch und sind unangenehm auf der Haut. Als personelle Schutzmassnahmen sind hier Handschuhe, Schutzbrille und evtl. auch Mundschutz zwingend zu tragen. Weiss dies der Anwender und wofür wird das Mittel eigentlich eingesetzt?

Für die meisten Reinigungsvorgänge würde ein leichtes Seifenwasser ausreichen, ohne jegliche hygienische oder zeitliche Einbussen. Wer dies erkennt kann die Verwendung dieses Produktes und somit die Gefahr erheblich reduzieren. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, die Gefahr zu erkennen und zu thematisieren. Die Merian Iselin Klinik hat in diesem Jahr eine Präventionskampagne zum Thema „Genau geschaut – gut geschützt“ gestartet. Basierend auf Unterlagen des Bundesamtes für Gesundheit informieren und sensibilisieren wir unsere Mitarbeitenden während einem Jahr über den Umgang mit chemischen Produkten. Ziel ist es, dass alle Mitarbeitenden die Gefahrensymbole erkennen und um die Gefahren- wie Sicherheitshinweise wissen. Sie sollen die internen Ansprechpersonen kennen und bei Bedarf mehr Informationen abholen können.
Denn mit einem interessierten und geschulten Auge erkennen wir besser, was um uns passiert. Wir entscheiden alle gemeinsam und tagtäglich, wie sicher wir leben wollen. In diesem Sinne bedanken wir uns bei allen für ihre offenen Augen und Ohren, für das „darauf Hinweisen“ sowie für die helfenden Hände und wünschen Ihnen Sicherheit und Gesundheit.
Ihre Sicherheitsbeauftragten der Merian Iselin Klinik
Andreas Barth
Peter Spieler

Newsletter Abonnieren