Road to Rio

Benjamin Steffen, Fechter:
Mein Weg nach Rio war ein langer, steiniger Weg. Das Wichtigste für mich war der stete Glaube, dass es für mich klappen wird. Dies liess mich hart an mir arbeiten, um auch in schwierigen Phasen nicht nachzulassen. So qualifizierte ich mich nach 3 Versuchen das erste Mal für Olympia. Wichtig für mich waren das richtige Zeitmanagement und die Kräfteeinteilung neben meiner Arbeit als Lehrer. Ich musste lernen, meine Energie zu kanalisieren und richtig einzusetzen. So lernte ich effizient und auch alleine zu trainieren, und dann auch wieder herunter zu fahren.
Im Einzelwettkampf nehme ich mir keinen speziellen Platz vor. Olympia ist im Herren-Degen ein unberechenbarer Wettkampf. Ich weiss, was ich drauf habe, und werde einfach versuchen, mich aufs Fechten zu konzentrieren. Obwohl Fechten eine Einzelsportart ist, fühle ich mich nicht nur als Einzelkämpfer, obwohl ich da natürlich brillieren möchte. Ich sehe uns vielmehr als Einheit von 4 Fechtern, die sich nur durch Zusammenarbeit für Olympia qualifizieren konnten und gemeinsam im Team im Einsatz stehen werden.
Rio wird sicherlich speziell für mich. Ich wollte schon als kleines Kind an die Olympiade und ich werde dort auch ein wenig für meinen verstorbenen Vater fechten, durch den ich überhaupt erst mit dem Fechtsport anfing. Die Olympiade ist für einen Athleten das Grösste und ich freue mich extrem darauf.

Alex Wilson, Sprinter:
Ich kam mit 16 Jahren in die Schweiz um meinem Traum, Sprinter zu werden, zu folgen. Die ersten Jahre liefen auch sehr gut. Ich durfte bei der Olympiade in London laufen, stellte den Schweizer 100m Rekord auf und gewann Meisterschaften.
Doch dann erlitt ich verschiedene Verletzungen und mein Weg wurde immer schwieriger. Ich wechselte den Trainer. Letztes Jahr schien alles wieder in Ordnung zu sein. Ich fühlte mich bereit, wieder voll einzusteigen, und doch musste ich am Ende die Saison abbrechen. Die letzten 9 Monate habe ich härter gearbeitet und mehr trainiert als je zuvor. Jetzt fühle ich mich fit und gesund und bin begeistert, in Rio laufen zu können.
Die Olympiade ist das grösste Highlight für einen Athleten. Nichts ist vergleichbar mit dem Gefühl, im Olympiastadion zu stehen. Der Wettkampf im Sprint ist besonders hart und man kämpft grundsätzlich immer alleine gegen alle anderen. Da ist es wichtig, sich nicht ablenken zu lassen. Mein Ziel für Rio ist einfach mein Bestes zu geben und so weit wie möglich zu kommen. Ich freue mich sehr auf die Zeit.

PD Dr. Claudio Rosso, Field Doctor:
Ich werde in Rio die Leichtathletik-Olympiade als „Field-of-Play“-Doc betreuen. In dieser Funktion überwacht man vom Spielfeldrand aus das Geschehen und ergreift bei Verletzungen der Sportler die notwendigen Erstmassnahmen.
Ich erwarte eine tolle Stimmung und freue mich darauf, die Olympiade medizinisch unterstützen zu können. Zwar habe ich mich operativ auf die Gelenke der Schulter und des Ellenbogens fokussiert, aber in der Betreuung der Athleten habe ich beim IOC-Programm für Sportmediziner viel Wissen auch über die internistische Sportmedizin mitbekommen. Zudem betreue ich seit Ende der 90er Jahre verschiedene Verbände. Als ehemaliger internationaler Sportler habe ich für die Bedürfnisse der Athleten grosses Verständnis.
Das Rio-2016-Organisationskomitee hat eine tolle Plattform zur Vorbereitung auf „die Spiele“ zur Verfügung gestellt. Zudem informiere ich mich über diverse Fachzeitschriften. Kollegen, die schon an Olympiaden waren, geben mir weitere wichtige Informationen. Auch das Wetter wird eine wichtige Rolle spielen. Eine gute Vorbereitung ist essentiell.
Ich bin einfach Teil der 70000 Freiwilligen und freue mich im Team dabei zu sein.

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